Sehenswürdigkeiten auf Kreta

Die beliebten Sehenswürdigkeiten auf Kreta lassen Geschichte lebendig werden. Die Überreste und Ruinen bedeutender historischer Stätten ziehen Touristen aus aller Welt an. Daneben finden sich auch zahlreiche Naturschauplätze, die zu einer Sightseeingtour einladen.


Archäologisches Museum Heraklion

Archäologisches Museum Heraklion

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In der Hauptstadt, mitten im Zentrum, befindet sich das Archäologische Museum, das bedeutende Kulturschätze der Antike birgt und die Geschichte Kretas anhand eindrucksvoller Exponate belegt. Funde aus der byzantinischen Zeit, Fresken-Fragmente aus dem Palast von Knossos, historische Kleidung und Töpferkunst, Skulpturen minoischer Göttinnen und etliche Kunstschätze aus verschiedenen Jahrhunderten lassen einen Rundgang durch das Museum zu einem Erlebnistag werden.


Phaistos / Palast

Phaistos

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Phaistos bezeichnet eine Siedlung der Minoer-Kultur aus der Bronzezeit, die sich an der Südküste befunden hat. In der Ebene von Messara sind die Ruinen des zweitgrößten minoischen Palastes auf Kreta zu bestaunen, die noch die umbauten Höfe, Straßenzüge und Freitreppen erkennen lassen. Die Gesamtfläche des Palastes wird von Forschern mit ca. 8.400 qm angegeben.


Frangokastello

Frangokastello

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Frangokastello ist der Name eines beliebten Ferienortes auf Kreta, in dem sich das gleichnamige venezianische Kastell findet, das zu den beliebten Sehenswürdigkeiten auf Kreta gehört. Das Dorf liegt an der Südküste Kretas, verfügt über einen traumhaften Strand und eine bezaubernde Lagune. Namensgeber des Ortes ist das im Jahre 1371 erbaute Kastell, das sich heute noch mit den imposanten Außenmauern den Besuchern präsentiert. Im Inneren finden sich Überreste der Grundmauer, besonders sehenswert ist das prächtige Wappen, der Löwe von San Marco, das außergewöhnlich gut erhalten ist.


Festung von Rethymnon

Festung von Rethymnon

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Im Norden Kretas liegt Rethymon, drittgrößte Stadt der Insel und beliebtes Feriendomizil. Die Festung von Rethymnon ist eine der Sehenswürdigkeiten auf Kreta, die Besucher in Scharen anzieht. Die Ruinen des venezianischen Bauwerkes aus dem 16. Jahrhundert bieten zahlreiche Erkundungsmöglichkeiten, Highlight ist jedoch der Panoramablick über die gesamte Insel. Auch kulturelle Veranstaltungen finden hier statt.


Kloster Arkadi

Kloster Arkadi

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In der Nähe von Rethymnon liegt das Kloster Arkadi, das wichtigste Denkmal Kretas und eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten auf Kreta. Überlieferungen zufolge wurde das Bauwerk im fünften Jahrhundert errichtet. Im Unabhängigkeitsbestreben der Insel hat das Kloster traurige Berühmtheit erlangt, denn hier fanden im Jahre 1866, in einem Belagerungskampf gegen die türkische Herrschaft, über 800 Menschen den Tod. Das Kloster gilt daher auch als Wallfahrtsort und Gedenkstätte. Die imposante Front der Klosterkirche lässt von dieser Tragödie nur wenig erahnen, wenn sie im Glanz der Sonne bernsteinfarben erstrahlt.


Samaria-Schlucht

Samaria Schlucht

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Mit einer Länge von ca. 13 km zählt die Samaria-Schlucht im Westen der Insel zu den längsten Schluchten Europas. Sie ist einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kreta für Wanderer und Aktivurlauber, weshalb es in der Hauptsaison durchaus einmal eng werden kann, denn an der schmalsten Stelle der Schlucht, die als „Eiserne Pforte“ bezeichnet wird, beträgt die maximale Breite gerade einmal 3 m. Imposant zeigen sich die steilen Felswände, die fast 400 m senkrecht in die Höhe ansteigen. Vom Hafen Agia Roumeli können die Besucher ihre Tour durch die Schlucht am Meer starten. Festes Schuhwerk ist für den steinigen Weg Pflicht, mehrere Stunden sind für die Wanderung einzukalkulieren und auch an eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sollte gedacht werden, denn es kann heiß werden.


Knossos und der Palast von Knossos

Palast von Knossos

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Zu den Sehenswürdigkeiten auf Kreta, die sich kein Urlauber entgehen lässt, zählt der antike Ort Knossos mit dem gleichnamigen Palast. Ca. fünf Kilometer von der Inselhauptstadt Heraklion entfernt, warten die eindrucksvollen Ruinen eines der größten und wohl berühmtesten minoischen Paläste auf Kreta. Aufgrund seiner einzigartigen Bauart wurde der Palast von Knossos mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Das Bauwerk, das ehemals aus fünf Stockwerken bestand, auf denen sich über 1.000 Räume verteilten, wird auf eine Gesamtfläche von 21.000 qm geschätzt. Besonders die unvergleichliche Pracht des Palastes, der in der Zeit zwischen 2.100 und 1.800 v. Chr. errichtet wurde, macht dieses Bauwerk zu einer außergewöhnlichen Kultstätte auf Kreta. Die Besiedelung des Ortes Knossos geht vermutlich auf das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück.



Richtis Gorge Wasserfall 

Richtis Gorge Wasserfall

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Zu den sehenswerten Tipps der Urlaubsinsel Kreta gehört eine Wanderung durch die Richtis Schlucht. Sie befindet sich im Norden zwischen Sitia und Agos Nikolaos. Die Schlucht lässt sich sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten durchqueren. Der rund sechs Kilometer lange Wanderweg führt über schmale Fußwege und kleine Felsen vorbei an einem imposanten Wasserfall. Er geht rund 30 Meter in die Tiefe und weist betörende Farben auf. Am Ende der Schlucht erwartet den Besucher ein wunderbarer einsamer Strand. Dort lässt es sich ausgezeichnet nach der Wanderung erfrischen. 


Venezianischer Hafen in Chania

Hafen von Chania

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Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kreta steht der venezianische Hafen in Chania. Die Stadt Chania befindet sich im Nordwestteil der Mittelmeerinsel und verfügt über einen Hafen, der im 14. Jahrhundert von den Venezianern errichtet wurde. Außerdem gibt es dort zahlreiche historische Gebäude wie den ägyptischen Leuchtturm, die alte osmanische Firkas-Festung und die Hassan-Pascha-Moschee, die zu einer Besichtigungstour einladen. Durch den Hafen wird der Mittelpunkt der Altstadt von Chania gebildet. Bei Regen kann das Schifffahrtsmuseum von Kreta besucht werden. Darüber hinaus sorgen verschiedene Restaurants, Cafes und Bars für das leibliche Wohl. 


Cretaquarium 

Fische im Cretaquarium

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Eine weitere beliebte Touristenattraktion ist das Cretaquarium in Iraklion, der größten Stadt Griechenlands, die nicht auf dem Festland liegt. Das Aquarium bietet eine gute Gelegenheit, die Wasserbewohner des Mittelmeers genauer unter die Lupe zu nehmen. Insgesamt sind über 2000 Meeresbewohner aus 200 Arten in dem Reservoir untergebracht, das 1,7 Millionen Liter Salzwasser umfasst. Dazu gehören zum Beispiel Quallen, Meeresschildkröten, Zackenbarsche oder Haie. Das Cretaquarium eignet sich auch gut für einen Besuch mit Kindern.


Strand von Vai

Strand von Vai

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Eine bezaubernde Natursehenswürdigkeit im Osten von Kreta ist der Palmenstrand von Vai. Zu seinen Merkmalen gehören der helle Sandstrand und seine typischen Dattelpalmen. So handelt es sich beim Strand von Vai um den größten natürlichen Dattelhain von Europa. Die Bezeichnung Vai geht auf die gleichnamige kleine Ortschaft zurück, die an Kretas Ostsküste liegt. Der Palmenhain stellt ein Naturschutzgebiet dar, sodass er von den Touristen nicht mehr betreten werden darf. Vom Strand aus lässt sich diese einzigartige Schönheit der Natur jedoch problemlos bewundern.


Lassithi Plateau mit der Zeus-Höhle

Zeus Höhle

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Sehenswertes auf Kreta gibt es auch auf dem Lassithi Plateau, der größten Hochebene der Insel. Es hat eine Länge von 10 Kilometern und eine Breite von 7 Kilometern. Eine besondere Attraktion des Plateaus ist die Zeus-Höhle, die auch den Namen Höhle von Psychro trägt. In ferner Vergangenheit diente die Höhle als bedeutende Kultstätte der Minoer. Der Legende nach erblickte der griechische Göttervater Zeus in der Psychro-Höhle das Licht der Welt und wurde dort von der Nymphe Almatheia versorgt. Zahlreiche Museen auf der ganzen Welt beherbergen Fundstücke aus der Zeus-Höhle. Eine weitere Sehenswürdigkeit des Lassithi Plateaus stellt das Marienkloster Klera Kardiotissa mit seinem farbenprächtigen Garten dar. Es entstand im 14. Jahrhundert. 


Lefka Ori – die weißen Berge

Lefka Ori Berge auf Kreta

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Zu den vielen Naturbesonderheiten Kretas gehören die Lefka Ori, „die weißen Berge“. Das größte Gebirgsmassiv von Kreta liegt im Westen der Insel in der Nähe von Chania. Mit 2454 Metern stellt der Pachnes die höchste Erhebung der Mittelmeerinsel dar. Wer die weißen Berge durchqueren möchte, sollte sich erfahrenen Wanderern anschließen, da die Lefka Ori nicht leicht zu bewältigen sind. Auch an genügend Wasser sollte gedacht werden, weil die Klimabedingungen sehr anstrengend sein können. Ansonsten lockt ein wunderbarer Ausblick auf die Berglandschaft.


Matala 

Höhle in Matala

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Im Süden von Kreta ist das Dorf Matala zu finden. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählen die neolithischen Wohnhöhlen. Sie entstanden bereits während der Jungsteinzeit. Doch erst in den 60er Jahren machten Hippies Wohnhöhlen daraus und bildeten eine umfangreiche Hippie-Kommune. Südlich von Matala kann zudem am Red Beach Badeurlaub gemacht werden.


Ruinen von Gortyn

Ruinen von Gortyn

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Zu den Geheimtipps Geschichte und Kultur auf Kreta gehören die Ruinen von Gortyn. Sie stammen aus der Antike und befinden sich ca. 40 Kilometer von Irkalion im Zentrum Südkretas. Besonders bekannt wurden die Ruinen durch die Ausgrabung des ersten Gesetzkodex von Europa, der aus der Zeit zwischen 500 bis 450 v. Chr. stammt. Die Ruinen von Gortyn zählen zu den beliebtesten Touristenzielen der Insel. Als besonders sehenswert gelten die Ruinen des Apollon-Tempels, des römischen Odeons, die Titus-Basilika, die große Labyrinth-Höhle sowie der ägyptische Göttertempel.


Insel Spinalonga

Insel Spinalonga

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Eine weitere Attraktion ist die kleine unbewohnte Insel Spinalonga, die seit 1954 offiziell Kalydon heißt. Sie ist Teil der Gemeinde Elounda im Nordostteil von Kreta. Berühmtheit erlangte Spinalonga als europäische Leprakolonie, in der um 1903 Leprakranke untergebracht wurden. So trug sie auch die Bezeichnung „Insel der Leprakranken“. Die Kranken bildeten eine Dorfgemeinschaft samt entsprechender Infrastruktur. Seit der Schließung der Leprastation 1957 ist Spinalonga unbewohnt. Die frühere Leprastation, das Krankenhaus sowie die Kirchen lassen sich noch heute besichtigen. Die Anfahrt auf die Insel erfolgt per Fähre oder Boot. 


Botanischer Garten

Botanischer Garten auf Kreta

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Naturliebhaber kommen im Botanischen Garten von Kreta auf ihre Kosten. Er befindet sich etwa 20 Kilometer von Chania entfernt am Lefka Ori Gebirge. Der Botanische Garten umfasst 20 Hektar mit idyllischen Blumenfeldern, Weinbergen, Bäumen und Obstgärten. Dort werden Mittelmeerfrüchte wie Orangen und Zitronen gezüchtet und u. a. in der zum Park gehörenden Taverne angeboten. Auch wilde Tierarten wie diverse Vögel, Wiesel und Stachelschweine tummeln sich mitunter im Botanischen Garten. Von Chania aus lässt sich der Park mit Auto oder Bus erreichen.


Sehenswürdigkeiten für Kinder

Sehenswürdigkeiten auf Kreta mit Kindern

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Auch für Familien, die mit Kindern auf Kreta Urlaub machen, hält die Insel geeignete Sehenswürdigkeiten bereit wie zum Beispiel das Cretaquarium. Beliebt sind außerdem das Spaßbad Limnoupolis in der Nähe von Chania mit seinen Riesenrutschen, eine Fahrt mit der kretischen Eisenbahn oder ein unterhaltsamer Tagestörn mit der „Captain Hook“, die im Hafen von Rethymno liegt und wie ein Piratenschiff aussieht. Außerdem lassen sich an der Südküste Kretas Bootstouren unternehmen, bei denen sich manchmal sogar Delfine sichten lassen. 


Mit dem Auto Kretas Sehenswürdigkeiten erkunden

Weil es auf Kreta so viele berühmte oder besondere Sehenswürdigkeiten gibt, die sich über die ganze Insel hinweg erstrecken, kann es sinnvoll sein, sich vor Ort einen Wagen zu mieten. Auf diese Weise lassen sich problemlos Ausflüge vom Nordwesten bis in den Südosten oder vom Nordosten bis in den Südwesten der Mittelmeerinsel unternehmen.


Headerbild: © Timofeev Vladimir Shutterstock.de