Kreta

Sie ist die größte Insel Griechenlands und ein wahres Traumziel. Oftmals wird Kreta, südlich des Festlandes gelegen, mit einem eigenen kleinen Kontinent innerhalb des Landes verglichen, weil sich die Insel so unendlich facettenreich präsentiert.

Vor über 4.000 Jahren entstand hier die „erste Hochkultur Europas“, die liebevoll von Wissenschaftlern mit einer Art verzauberter Märchenwelt verglichen wird. Und das ist Kreta in seiner Gesamtheit auch geblieben – Ein Ort, an dem die Zeit still steht und unbemerkt weiterläuft, der Mensch ganz Mensch sein, sich Träumen, Gedanken, Vorstellungen, Visionen und Ideen und dem Leben selbst hingeben darf. Die Insel der Götter eben.

Malerische Hafenstädte mit venezianischem Charme und Piratenflair, beeindruckende Paläste und Festungen, antike Stätten und Tempelanlagen, Klöster, Moscheen, traumhafte Strände in allen Variationen und Sandfarben, auch mit Sudseefeeling, einsame Buchten, felsige Küsten, hohe Berge, spektakuläre Schluchten, Hippiestädte – All das ist Kreta. Nicht zu vergessen die offene, lebenslustige Gastfreundschaft der Einheimischen, die kretische und griechische Spezialitäten in urigen Tavernen, traditionellen Kafenions oder Raki-Bars servieren und zu ausgelassenen Stunden einladen.

Ein Urlaub auf Kreta verspricht fast ganzjährig Sonnenschein und warme Badetemperaturen, in den kühleren Monaten lässt sich die Natur mit ihrer spezifischen Flora und Fauna sehr gut erkunden. Auf den Spurer der griechischen Mythologie, der Götter und Sagenhelden, der Römer, Byzantiner, Araber, Venezianer, Osmanen und Griechen darf an allen Orten gewandelt werden. Kreta ist Ruhepol, Entspannungsoase, Familiendomizil, an dem Kinder ihre große Freude haben, je nach Stadt oder Ort auch Luxusdomizil oder Aussteigerziel. Auf Kreta haben sich die Hippies in den 1960er Jahren auf ganze eigene Art niedergelassen und insbesondere den Ferienort Matala nachhaltig geprägt.

Kreta vereint Antike und Moderne, Historie und Gegenwart auf seine eigentümliche Art. Die verschiedensten Architektur-, Kultur- und Zeitepochen harmonieren in einer Art und Weise, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass es einmal nur das eine oder das andere gegeben hat. Kreta ist ein Platz zum Sein, um sich von Ursprünglichkeit, Handwerkskunst und kretischer Kultur inspirieren zu lassen und hält eine Menge Geheimtipps für Entdecker bereit.

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Kreta mit Kindern

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Kaum ein europäisches Reiseziel wird so gerne mit Kindern besucht wie Kreta in Griechenland.


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Wer mehr als nur seinen ausgewählten Urlaubsort auf Kreta entdecken möchte, findet sich mit der Landkarte leichter zurecht.

Urlaub auf Kreta

Die größte der griechischen Inseln, die zusammen mit den umliegenden kleineren, unbewohnten und bewohnten Inseln zur gleichnamigen Region gehört, kann eine Landfläche von 8.261 qkm vorweisen und zählt ca. 624.000 Einwohner. Die Universität Kreta ist auf die Standorte Heraklion und Rethymnon verteilt, in Chania hat die Technische Universität der Insel ihren Sitz.

Kreta ist antik und modern zugleich – Die großen Städte aber auch viele andere Urlaubsorte der Insel sind aus blühenden Häfen und Handelsstätten der griechischen Antike hervorgegangen oder wurden in deren unmittelbaren Nähe gegründet. Architektonisch zeigt sich Kreta als Mix der Kulturen und Herrscher, wobei der stärkste Einfluss von den Venezianern und den Osmanen ausging. Seit 1913 gehört Kreta zu Griechenland und hat etliche Entwicklungen, politisch wie auch wirtschaftlich und touristisch erfahren. Ab den 1970er Jahren sind zahlreiche kleine Fischerdörfer zu ansehnlichen und gefragten Urlaubsorten gewachsen. Adel und gesellschaftliche Prominenz aus allen Bereichen besuchen Kreta regelmäßig oder haben hier ein festes Urlaubsdomizil.

Die kretische Bevölkerung ist stolz auf ihre eigene Kultur, die sich von der griechischen in vielen Dingen wie Dialekt, Musik, Lebensart und kulinarische Spezialitäten unterscheidet. Einfachheit und Unbeschwertheit sind zwar Merkmale, die auch die Griechen allgemein auszeichnen, auf Kreta geht es jedoch noch eine Spur gelassener und unkonventioneller zu. Landwirtschaft und Tourismus sind die Haupterwerbszweige, daneben spielt der Fischfang für die eigene Vermarktung eine kleinere Rolle.

Kreta lebt vom wunderbaren Kontrast zwischen Meer und Bergen. Auf Kreta liegen das Ida-Gebirge mit dem höchsten Berg Psiloritis (2.456 m), die weißen Berge, das Dikti-Gebirge und die Thripti-Berge. Damit verbunden sind die fruchtbaren Hocheben Lashiti, Nida, Omalos, geheimnisvolle Höhen und wilde Schluchten.

Kreta gilt als die Geburtsstätte des Göttervaters Zeus, der das Licht der Welt in der Tropfsteinhöhle von Psychro (48 km von Heraklion entfernt) erblickt haben soll. Bezeichnend für die griechische Antike war der Götterkult, der sich in der vorchristlichen Zeit um den Sohn des Zeus mit Namen Minos, den König von Kreta, drehte. Daraus entstand die minoische Kultur als erste europäische Hochkultur, deren Zentrum Kreta war.

Die minoische Zeit wird etwa zwischen 2.800 bis 900 v. Chr. eingeordnet und in die frühminoische Zeit, die Erste Palastepoche, die Zweite Palastepoche und die mykenische Periode unterteilt. Die Minoer begründeten die ersten europäischen Schriftzeichen und waren Vorreiter für den Bau von Palastanlagen, Kanalisationssystemen, Wasserleitungen, die ersten Straßen in Europa und mächtige Seeflotten. Die minoische Epoche galt als blühende Zeit des Seehandels mit Afrika und dem Orient. Auch in Sachen Gleichberechtigung war die Hochkultur ihrer Zeit weit voraus, denn Frauen besetzten in der Gesellschaft hohe Positionen. Mit den Palästen von Knossos, Malia, Haistos und Zakros auf Kreta bleibt diese wegweisende Epoche unvergessen.

Lage

Kreta gilt als fünftgrößte Insel im Mittelmeer und ist die südlichste Insel Griechenlands. Sie befindet sich etwa 100 km südlich des griechischen Festlandes. Die Insel erstreckt sich in Ost-West-Richtung über eine Länge von 254 km und ist bis zu 60 km breit. Die schmalste Stelle liegt in Ierapetra und misst ca. 12 km. Kreta zeigt eine Küstenlinie von über 1.000 km. Die verschiedenen Meeresbereiche gliedern sich in das Kretische Meer im Norden, das Lybische Meer im Süden und das Karpatische Meer am östlichen Ende der Insel.

Hauptstadt

Heraklion oder Iraklio bildet seit 1972 die Hauptstadt der Götterinsel Kreta ab und ist gleichzeitig deren größte Stadt. Als Hafen der antiken Palastsiedlung von Knossos ist die Stadt in die Geschichte eingegangen, die Überreste der Palastanlage zählen zu den weltweit berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Heraklion ist das lebendige Zentrum Kretas mit einem sagenhaften Angebot an Unterkünften, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Unterhaltung, Museen und kulturellen Einrichtungen. Der Inselhauptflughafen befindet sich ebenfalls in Iraklio. Etwa 200.000 Menschen leben in der Großstadt, die einer von zwei Standorten der Universität Kreta ist und demzufolge auch durch eine Vielzahl von jungen Leuten geprägt wird. Im architektonischen Stadtbild vereinen sich Historie und Moderne perfekt, in der Altstadt finden sich viele Sehenswürdigkeiten aus der venezianischen und osmanischen Zeit, darunter der alte Hafen und die Loggia. Im fruchtbaren Hinterland werden Wein und Oliven angebaut, deren exzellente Qualität auch im Export geschätzt wird.

Nachtleben

Abends ausgehen gestaltet sich je nach Urlaubsort auf Kreta unterschiedlich – mal lauter und mal leiser, mal mehr Party oder eher geselliges Beisammensein bei gutem Essen und exzellenter Musik. Besonders an der Strandpromenade steppt in vielen Orten in den Abendstunden der Bär, Einheimische und Touristen feiern gerne gemeinsam. Die Fülle an Clubs, Diskotheken, Bars, Restaurants, Tavernen und Cafés eröffnet für jede Zielgruppe ausreichend Möglichkeiten, um den Tag ausklingen zu lassen.

Für wen

Kreta ist ein Ziel, das für junge Leute, Singles, Familien, Kinder, Senioren gleichermaßen interessant ist und somit allen offen steht. Sonnenanbeter, Surfer, Wassersportler, Kunst- u. Kulturfreunde, Geschichtsinteressierte, Studienreisende, Forscher, Naturliebhaber, Wanderer, Erholungsuchende fühlen sich hier von der ersten Minute an wohl.

Preisniveau

Kreta passt sich bei den Preisen dem europäischen Durchschnitt an, wobei es Regionen und Urlaubsorte gibt, in denen das Preisniveau günstiger oder höher liegt.

Zeitzone

Zwischen Deutschland und Kreta beträgt die Zeitverschiebung plus eine Stunde. Die Uhr muss auf der Insel sowie in Griechenland allgemein um eine Stunde vorgestellt werden.

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