Impfungen für Namibia

Ein guter Impfschutz ist generell wichtig. Daher werden hierzulande schließlich auch Impfempfehlungen ausgesprochen und Kinder von Geburt an mit den überlebenswichtigen Impfungen versorgt. Eine Fernreise bietet mal wieder Anlass dazu, sich zu informieren, ob der Impfschutz noch aktiv ist.




Kleines Mädchen wird geimpftDenn einige Impfungen verlieren nach und nach ihre Wirkung und müssen daher regelmäßig aufgefrischt werden. Dazu zählen: Tetanus, Diphtherie und Polio. Bei Reisen nach Namibia sollte man besonders auf die Polio Impfung achten, denn in Namibia sind verstärkt Fälle der Erkrankungen aufgetreten.
Einen erweiterten Impfschutz erhält man, wenn man sich außerdem noch gegen Hepatitis A schützt. Wie so oft werden bei längeren Aufenthalten weitere Impfungen für Namibia empfohlen. Hinzu kommen nun noch die Schutzimpfungen gegen Hepatitis B und Typhus. Gegebenenfalls auch noch gegen Tollwut. Dies Impfung kann von großer Bedeutung werden, wenn man sich längere Zeit auf die Jagd begeben möchte.

Gelbfieber, Malaria und Darmerkrankungen

Eine Pflichtimpfung gegen Gelbfieber ist nicht erforderlich, solang die Einreise direkt aus Deutschland erfolgt. Reist man allerdings über ein von Gelbfieber bedrohtem Gebiet ein, muss ein entsprechender Impfschutz nachgewiesen werden. Bitte immer daran denken, dass der Impfschutz erst nach 10 Tagen aktiv wird und man daher rechtzeitig an eine solche Immunisierung denken muss. Namibia ist außerdem auch ein Land, in dem Malaria übertragen werden kann. Vor allem im Norden des Landes und dem dazugehörigen Grenzgebiet ist die Gefahr sogar sehr groß. Aus diesem Grund ist die Beratung bei einem Tropenmediziner zwingend anzuraten. Nur er oder sie kann einen ausführlich darüber unterrichten, in wie weit man sich gegen die Stiche schützen kann und welche Vorsorge man betreiben kann. Regel Nummer eins: Am besten im Vorfeld Stiche verhindern! Das gelingt unter anderem über lange Kleidung und zum zweiten über eine Mückenlotion, die die Blutsauger von einem fern halten sollen. Das Malaria Risiko nimmt gen Süden ab. In der Region rund um Windhoek beispielsweise ist das Risiko bei Null. Doch nicht nur Malaria ist in Namibia ein Thema. Immer wieder treten starke Darmerkrankungen auf. Wer schon immer unter einem empfindlichen Magen gelitten hat, sollte sich besonders an die Vorschriften halten und kein Leitungswasser zu sich nehmen und auch auf Speisen verzichten, welche an den Straßen verkauft werden. Fleisch immer gut durch garen und Wasser stets abkochen.

Reisekrankenversicherung

Eine Reisekrankenversicherung ist erforderlich. Vor allem sollte diese den Rücktransport beinhalten. Die medizinische Versorgung ist in den größeren Städten, wie Windhoek durchaus mit den europäischen Standards zu vergleichen. Abseits der Städte jedoch lassen Hygiene und Behandlungsmöglichkeiten stark nach. Eine gute Reiseapotheke sollte man bei sich haben, um im ersten Moment reagieren zu können. Da die UV Strahlung in Namibia sehr hoch ist, muss man an gute Sonnenlotion denken. Lichtschutzfaktor 20 ist das Minimum, welches man hier verwenden sollte, um bleibende Hautschäden zu verhindern. Diese Gefahr besteht im übrigen das gesamte Jahr über.

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