Geld im Urlaub – Tipps zur Reisekasse

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Geld im Urlaub und die ideale Reisekasse sind Themen, mit denen sich der Reisende schon sehr frühzeitig beschäftigen sollte. Dabei kommt es für den richtigen Mix aus Bargeld, Reiseschecks und EC- oder Kreditkarten immer darauf an, in welches Land die Reise geht.




Währung und Bargeld im Urlaubsland

Urlaubskasse

Wer seinen Urlaub in Ländern der Eurozone verbringt, der braucht sich um den Geldwechsel keine Gedanken zu machen. Ein geringer Betrag für erste Ausgaben am Flughafen, z.B. Taxi oder Snacks, kann bereits aus Deutschland mitgenommen werden. Alternativ finden sich aber auch an allen großen Flughäfen Geldautomaten, an denen mit der EC- oder Kreditkarte Bargeld abgehoben werden kann. Anders sieht es jedoch in den Ländern aus, in denen der Euro nicht die offizielle Landeswährung ist, z.B. in der Türkei, in Großbritannien, in Thailand, Australien oder in den USA. Informationen über den Tausch von Fremdwährung in die Landeswährung sollten rechtzeitig vor der Reise eingeholt werden, um die Reisekasse entsprechend auszustatten. In den meisten Fällen bietet der Geldumtausch im Reiseland den besseren Kurs. Auch ist darauf zu achten, ob eine kleine Menge Bargeld bereits bei der Ankunft benötigt wird, um beispielsweise ein Taxi bezahlen zu können. Euro und US-Dollar werden in vielen Länden als Tauschwährung akzeptiert, die Wechselkurse der Wechselstuben, Banken und sonstigen Einrichtungen sind zu vergleichen. Touristen gehen beim Geld im Urlaub auf Nummer sicher, wenn Sie sich an autorisierte Wechselstuben oder Banken halten. Der Geldwechsel auf der Straße ist in zahlreichen Ländern verboten. Für die Ein- und Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung sind die Einfuhrbestimmungen des jeweiligen Landes zu beachten.

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Tipps zum Geldwechsel

maestro und VPay Karten nur bedingter Auslandseinsatz möglich

Die Nachfolger der bekannten ec-Karte sind ebenfalls Debitkarten, bei denen das Konto umgehend belastet wird. Während maestro zur Mastercard gehört, wird die VPay von der Visa geführt. Insbesondere die VPay Karte ist für Vielreisende ungeeignet, wenn Reisen in Länder geplant sind, die ausserhalb der SEPA Zone liegen. Die Karten sind mit einem Chip, statt Magnetstreifen, ausgestattet, um zu vermeiden, dass die Karten an manipulierten Kassen oder Geldautomaten kopiert werden. Daher sind diese Karten in Ländern, die das Chip-System nicht verwenden, nicht einsetzbar. Auch Banken selbst schränken die Verfügungsrahmen im Ausland ein, teilweise sind die Karten standardmässig für den Einsatz im Ausland gesperrt oder die Verfügungsrahmen auf geringe Beträge beschränkt. Weltweite Akzeptanz und höhere Verfügungsrahmen sind mit Kreditkarten von Visa und Mastercard gegeben.




EC- und Kreditkarte im Urlaub

Mit EC- und Kreditkarten lässt sich Bargeld in der Landeswährung unkompliziert abheben, wobei sich allerdings Unterschiede je nach Land finden. Es kommt auf die Art der EC-Karte und auf die Akzeptanz an Geldautomaten im Urlaubsland an. In einigen Ländern werden ausschließlich Kreditkarten am Geldautomaten akzeptiert, z.B. in den USA. Besser ist es, auf eine Kreditkarte zu setzen. Die größte Akzeptanz weltweit erfahren Visa und Mastercard, gefolgt von American Express. Beim Einsatz von EC- und Kreditkarten am Geldautomaten fallen in der Regel Gebühren, auch für den Umrechnungskurs, an. Hinzu kommt das Auslandseinsatzentgelt. Bargeldgebühren lassen sich durch eine intelligente Kreditkarte mit der weltweit kostenlos Geld abgehoben werden kann, vermeiden. Entsprechende Angebote, auch für Kreditkarten ohne Grundgebühr oder als Prepaid-Kreditkarten, finden sich im Internet. Die Kreditkarte eignet sich darüber hinaus als bargeldloses Zahlungsmittel und wird in einer Vielzahl von Ländern problemlos akzeptiert.

Reiseschecks – Sicherheit bei Verlust und Diebstahl

Reiseschecks stellen meist die zweite Säule für Geld im Urlaub dar. Sie bieten eine hohe Sicherheit gegen Verlust und Diebstahl. In allen Ländern können Reiseschecks, bevorzugt ausgestellt auf US-Dollar, in die jeweilige Landeswährung eingetauscht werden. Dabei fallen jedoch Gebühren an. Als Zahlungsmittel sind Reiseschecks nur begrenzt einsetzbar, hier sollte sich der Urlauber vorab informieren. Reiseschecks stellen eine bedarfsgerechte Ergänzung der Reisekasse dar, sind allerdings nicht unbedingt ein Muss.

Vergleich der Reisezahlungsmittel

Jedes der vorgestellten Zahlungsmittel für den Auslandsurlaub bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. In der folgenden Tabelle werden diese gegenübergestellt.

ReisezahlungsmittelVorteileNachteileHinweis
Bargeld- sofort einsetzbar- Verlustrisiko
- Nur begrenzt möglich
Geldwechsel evtl. teuer
Traveller Cheques
Reiseschecks
- bei Verlust Ersatz
- sehr sicher vor Mißbrauch
- relativ hohe GebührenAls Ergänzung empfehlenswert
ec-Karte- bei jedem Girokonto inklusive
- In €-Ländern überall einsetzbar
- keine weltweite Akzeptanz
- hohe Gebühren bei Auslandseinsatz
Bessere Alternative ist eine Kreditkarte für kostenlose Auslandsabhebungen
Kreditkarte- bei Verlust Ersatz
- Auslandsabhebungen möglich
- sehr flexibel einsetzbar
- Mißbrauch möglichGebühren für Auslandseinsatz vergleichen, es gibt grosse Unterschiede von Bank zu Bank

Fazit für die Reisekasse

Vor dem Urlaub ist nach dem Urlaub, wenn man keine unliebsamen Überraschungen erleben will. Geld im Urlaub ist eine Frage der Information und Organisation. Die Reisekasse sollte sich aus Bargeld, evtl. Reiseschecks und Kreditkarten zusammensetzen. Damit ist der Urlauber in jedem Land gut versorgt.

© Foto: CherylCasey – iStockphoto.com; laguna35 – Fotolia.com

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